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Schwester Hatune: Reise nach Jordanien um verfolgten Christen zu helfen

Liebe Freunde,

Eigentlich war geplant von Jordanien aus nach Syrien und in den Irak zu reisen – aber manchmal kommt es anders als man denkt. Da es zu gefährlich war die Grenze zu übertreten, entschlossen wir uns, dass wir uns dieses Mal ganz auf die Flüchtlinge in Jordanien konzentrieren wollten.

So startete ich am 29. Mai von Flughafen Frankfurt aus, um dann mitten in der Nacht in der jordanischen Hauptstadt Amann zu landen. Abgeholt wurde ich von unserem Vereinsvorsitzenden, der mich sogleich darauf hinwies, dass wir uns im Ramadan befinden.

Ramadan in Jordanien bedeutet für alle Menschen, egal welcher Konfession, dass in der Öffentlichkeit nichts gegessen werden kann, verstößt man gegen das Verbot kommt man ins Gefängnis. Obwohl das jordanische Königshaus sich bemüht eine liberale Fassade aufrechtzuerhalten, fanatisiert sich die Regierung immer mehr.

So predigte Imam Ali unlängst in einer jordanischen Moschee: „Wir sind alle ISIS, wer ISIS angreift greift uns alle an.“ Auch die Menschen werden immer fanatischer, insbesondere Christen werden angegriffen, christliche Geschäfte werden boykottiert, die Geschäftsinhaber werden in die Pleite getrieben und müssen aufgeben. Vor 40 Jahren gab es noch 12% Christen in Jordanien heute sind es 4% bei einer Gesamtbevölkerung von 8 Millionen.

Beantragt ein Christ beispielsweise einen Pass, so wird ihm das amtliche Papier mit dem Vermerk Muslim ausgehändigt. Reklamiert der Christ diesen falschen Eintrag, und besteht er darauf dies richtig zu stellen, wird ihm Blasphemie vorgeworfen – ein tödlicher Vorwurf, da abtrünnige Muslime laut Koran getötet werden müssen.

Jordanien ist ein verhältnismäßig teures Land und so konnten wir uns auch erst dann auf die Reise machen, als feststand, dass wir genug Geld zur Verfügung hatten, um den Menschen vor Ort ausreichend Hilfestellung leisten zu können. Die Verteilung vor Ort übernahm unter anderem Pfarrer Emmanuel al Banna, er packt immer mit an, hilft wo Hilfe gebraucht wird, allen Menschen, die in Not sind, egal welchen Glaubens.

Viele Flüchtlinge befinden sich in Jordanien.  Sie leben in Lagern unter ärmlichsten Bedingungen. Sie kommen aus dem Irak und aus Syrien, wobei die Einreise für Syrer jetzt gestoppt wurde. Manche Menschen leben dort seit 8 oder 9 Jahren und kommen weder vor noch zurück. Eine hoffnungslose Situation. Rund 2500 Christen befinden sich darunter.

Die Christen, die aus dem Irak geflüchtet sind, berichten Grausames: Kinder werden entführt und ihnen werden Organe entnommen – ein profitables, furchtbares Geschäft. Oftmals müssen die Eltern Hals über Kopf fliehen, wenn sie einen Tipp bekommen haben, dass ISIS es auf ihre Kinder abgesehen hat.

Ich führte viele Therapiegespräche mit Flüchtlingen, hauptsächlich mit Frauen, deshalb war der Ausflug an den Fluss Jordan eine reine Erholung. Dort, wo Jesus getauft wurde, ging auch ich ins Wasser und ließ mich in den sanften Wellen treiben.

Liebe Freunde und Unterstützer. Die Not ist groß in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten. Bitte helfen Sie mit diese Not zu lindern und spenden sie auf unser Stiftungskonto.

Viele Grüße und Gottes Segen wünscht

 

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